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Neue Homeoffice-Regelung NL und DE

Neue Homeoffice-Regelung NL und DE


Bericht van Ralf -
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Grenzüberschreitendes Arbeiten ist im Jahr 2026 eigentlich kein Problem mehr – könnte man meinen. Doch die Praxis zeigt sich trotz neuer Homeoffice-Regeln weiterhin widerspenstig. In dem konkreten Fall, von dem ich erfahren habe, ging es um regelmäßiges Homeoffice für einen niederländischen Arbeitgeber von einem Wohnsitz in Deutschland aus.

Anpassung

Grundsätzlich gibt es gute Nachrichten für grenswerkers (Grenzarbeitnehmer) zwischen den Niederlanden und Deutschland: Das Doppelbesteuerungsabkommen zwischen beiden Ländern wurde kürzlich angepasst. Seit dem 1. Januar 2026 dürfen Grenzpendler bis zu 34 Tage pro Jahr thuiswerken (im Homeoffice arbeiten), ohne dass sich dies auf die Einkommensteuer auswirkt, die sie zahlen.
Das bedeutet: keine Aufteilung des Einkommens und keine doppelten administrativen Verpflichtungen.

Im Normalfall

Normalerweise wird die loonbelasting (Lohnsteuer) in dem Land erhoben, in dem die Arbeit physisch ausgeübt wird. Für Grenzarbeitnehmer kann dies bedeuten, dass sie in zwei Ländern Steuern zahlen müssen:

  • im Wohnsitzstaat für die Tage, an denen sie von zu Hause arbeiten;
  • im Tätigkeitsstaat für die übrigen Arbeitstage.

Dies führt häufig zu komplexen Berechnungen und Unsicherheiten hinsichtlich des endgültigen Nettoeinkommens.

Für wen gilt die Regelung und welche Vorteile bietet sie?

Die neue Regelung gilt für Arbeitnehmer sowohl in het bedrijfsleven (im privaten Sektor) als auch in de publieke sector (im öffentlichen Dienst). Für viele Grenzarbeitnehmer bedeutet dies mehr Planungssicherheit in Bezug auf ihr Nettoeinkommen.
Nicht unwichtig im Bereich der sozialen Sicherheit: Die Verpflichtung, eine A1-Bescheinigung zu beantragen, bleibt bestehen. Diese Bescheinigung ist vom Steuerrecht getrennt zu betrachten und dient dazu, festzustellen, in welchem Land premies voor sociale zekerheid (die Sozialversicherungsbeiträge) abzuführen sind.

Noch keine Lösung für alle

Wer jedoch strukturell ein oder zwei Tage pro Woche im Homeoffice arbeitet, überschreitet schnell die Grenze von 34 Tagen pro Jahr. In dem konkreten Fall, von dem ich Kenntnis genommen hatte, scheiterte sogar de sollicitatieprocedure (das Bewerbungsverfahren) aus diesem Grund. Beim freien Personen- und Arbeitnehmerverkehr besteht also weiterhin Verbesserungsbedarf.

Der nächste Schritt

Daher haben die Niederlande und Deutschland een intentieverklaring (eine Absichtserklärung) unterzeichnet. Beide Länder wollen weiter über eine großzügigere Regelung für mehr Homeoffice-Tage sprechen und gleichzeitig Arbeitgebern mehr steuerliche Sicherheit bieten. In einer Zeit, in der hybrides Arbeiten zur Normalität geworden ist, suchen beide Länder nach Wegen, die steuerlichen Regelungen besser an de praktijk (die Praxis) anzupassen.

Bis dahin gilt: Informiere dich gut, bevor du eine Stelle annimmst, bei der du in einem Land im Homeoffice arbeitest und dein Arbeitgeber im anderen Land ansässig ist.

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