De jaarwisseling (der Jahreswechsel) steht bevor – und damit zum letzten Mal das private vuurwerk (Feuerwerk) in den Niederlanden. Ab 2026 ist das Abbrennen von Konsumentenfeuerwerk landesweit verboten.
Gemeinden dürfen künftig noch zentrale Feuerwerksshows organisieren, wie es zum Beispiel in Rotterdam bereits üblich ist. Das private Abbrennen von sogenanntem F2-Feuerwerk wie fonteintjes (Fontänen) oder cakes/cakeboxen (Batterien) ist dann jedoch nicht mehr erlaubt. Schweres Feuerwerk war bereits verboten; sterretjes (Wunderkerzen) und knalerwten (Knallerbsen) bleiben weiterhin erlaubt.
Das Verbot gilt offiziell ab dem Jahreswechsel 2026/2027, doch schon in den vergangenen Jahren führten rund 20 gemeentes (Gemeinden) eigene Feuerwerksverbote ein.
Hintergrund sind vor allem Übergriffe auf de hulpdiensten (Einsatzkräfte), zahlreiche Verletzungen rund um Silvester sowie hohe Kosten. Jährlich gibt es über 1.100 Feuerwerksopfer, viele davon Jugendliche. Ein Unfall verursacht im Schnitt 3.300 Euro an medizinischen Kosten, hinzu kommen etwa 15 Millionen Euro Sachschäden, die Versicherungen jedes Jahr regulieren.
Es ist denkbar, dass in den kommenden Jahren mehr niederländische dagjestoeristen (Tagesbesucher) nach Belgien oder Deutschland reisen, um dort – teilweise auch schweres und illegales – Feuerwerk zu kaufen. Siehe dazu auch das Video auf NOS.nl über Niederländer, die Feuerwerk in Deutschland einkaufen.
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